Backlinks aus Blog Kommentaren gehören sicherlich zu den ältesten Varianten überhaupt, um themenrelevanten Linkaufbau ohne größeren Kosteneinsatz zu betreiben. Dabei sind sich SEOs mittlerweile nicht mehr einstimmig einig, ob das tatsächlich auch eine gute Taktik darstellt oder ob diese Variante eher in die Schublade der veralteten, nicht mehr effizienten Varianten des Linkaufbaus zählt.

Warum überhaupt Backlinks und was bringt Linkaufbau?

Linkaufbau ist die primäre Maßnahme der OffPage-Optimierung einer Seite. Ein Backlink kann hierbei ähnlich wie eine Empfehlung gedeutet werden. Linkt Webseite A zur Webseite B (die optimiert werden soll), empfiehlt Webseite A damit auch indirekt den Inhalt der Webseite B und lobt deren gute Qualität. Viele Backlinks sind also (meistens) ein Zeichen dafür, dass eine Webseite einen Mehrwert bietet und eine entsprechende Qualität besitzt. 

Dabei spielt, wie auch im „echten Leben“, die Relevanz eine große Rolle. Empfiehlt ein Wissenschaftler die Arbeit eines anderen Wissenschaftlers, kommt dieser Empfehlung eine hohe Tragkraft zu. Wird der Wissenschaftler aber von einem Dachdecker empfohlen, ist die Relevanz nicht zwingend gegeben, was sie wiederum aus neutraler Sicht entwertet. So verhält es sich auch im Internet mit Backlinks. Wenn die Seite eine thematische Relevanz besitzt und über den Backlink eine Empfehlung ausstellt, ist das als besonders wertvoll zu erachten. Einerseits weil die „linkgebende“ Webseite sich mit dem Thema auskennt und die Inhalte der anderen Webseite lobt, andererseits auch weil somit eine Empfehlung von einem potentiellen Konkurrenten erteilt wird.

Dieses Mantra ist auch bei Links über Blogkommentaren immer zu berücksichtigen, wenn man ihren Stellenwert bei einer authentischen und nachhaltig erfolgreichen Linkaufbau-Strategie diskutieren möchte.

Links aus Blogkommentaren: No-Go’s

Die angesprochene thematische Relevanz spielt bei dem Linkbuilding über Blogkommentare eine entscheidende Rolle. Es ist keine Hürde einfach in Hunderten Blogs Kommentare abzugeben, die wiederum auf die Ziel-Webseite verweisen. Viel wichtiger ist aber, dass die Links auch eine thematische Relevanz vorweisen können. Als Beispiel könnte ein Kommentar samt Link dienen, der auf einem Blog zu Fassadendämmung platziert wurde, dann aber auf einen Online Shop mit Kinderkleidern verlinkt. Hier besteht keinerlei thematische Relevanz, weshalb die Empfehlung auch keinen Wert hat.

Derartige irrelevante, fast schon spammige Blogkommentare als Linkmittel zu nutzen hat aber nicht nur keinen Wert, sondern kann einer Seite auch erheblich schaden. Denn Googles Algorithmus funktioniert mittlerweile ausgesprochen gut und erkennt durchaus wie Backlinks zustande kommen, ob sie vom Webmaster gesetzt werden oder über Kommentare „selbständig“ platziert werden und welche Relevanz sie überhaupt besitzen. Eine hohe Anzahl von Links ohne jegliche thematische Relevanz wirkt schädigend und kann als Grund für eine Abstufung genutzt werden. Selbst wenn Erfolge eintreten sollten, sind diese damit nur von sehr kurzer Dauer.

Wie immer spielt aber auch Diversität eine wichtige Rolle. Eine Strategie zum Linkaufbau sollte nicht ausschließlich nur aus Links aus Blogkommentaren bestehen. Auch das kann Googles Algorithmus spielend leicht ermitteln, weshalb selbst ein Mix aus relevanten und zum Teil thematisch irrelevanten Links nicht den erwünschten Erfolg bringt. Backlinks aus Blogkommentaren sollten in jeder Strategie immer nur einen Teil der OffPage-Optimierung ausmachen, nicht aber die vollständige Strategie bilden. 

So können Blogkommentare mit Backlinks Sinn machen

Damit die Seite durch die Links aus Blogkommentaren wirklich gestärkt wird, sollten diese also mit Maß und thematischer Relevanz gesetzt werden. Zugleich muss der Kommentar, mit dem der Link verbunden wird, auch wirklich einen Mehrwert bieten. Trifft das nicht zu, färbt das nicht nur negativ auf die Ziel-Webseite ab, sondern könnte auch ein Grund sein, wenn der Kommentar einfach wieder vom Webmaster gelöscht wird. Prinzipiell gilt daher die Faustregel: der Inhalt des Kommentares sollte genauso hochwertig sein, wie auch die Inhalte auf der verlinkten Seite. 

Bei den Backlinks selber muss zwischen NoFollow und Follow-Attribut unterschieden werden. Follow-Backlinks sind tendenziell lukrativer, da sie eine „echte“ Empfehlung darstellen. Welches Attribut verwendet wird, hängt vom Webmaster ab und wie er die Funktion in seinen Blogkommentaren konfiguriert. Dabei ist es aber nicht sinnvoll, sich nur auf Follow-Links zu fokussieren. Auch wenn diese mehr bringen, ist ein gesunder Mix wichtig. Das erweckt den Eindruck, dass es bei dem Kommentar nicht primär um den Link geht, sondern wirklich ein Mehrwert zur Diskussion beigesteuert werden soll. Das Attribut selber sollte daher im Hintergrund stehen, während die thematische Relevanz und Qualität des Kommentars in den Vordergrund rückt.

Der Anker-Text, mit dem der Link verknüpft wird, spielt ebenfalls eine Rolle. In den meisten Fällen verlinkt der Blog den Link automatisch mit dem Namen des kommentierenden Users. Ist das der Fall, sollte auf starke Anker-Texte (Keywörter) verzichtet werden. Das hinterlässt keinen guten Eindruck, zugleich ist das Namensfeld eben auch für Namen gemacht, nicht aber für zu optimierende Keywörter. 

Linkaufbau sinnvoll und relevant ergänzen

Thematisch relevant gesetzt, können Links über Blogkommentare also durchaus Sinn machen. Dennoch sollten sie immer nur ein Bestandteil des Linkaufbaus sein. Backlinks aus Gastbeiträgen, über geschäftliche Kontakte und eigenständig von Usern gesetzt, aufgrund guter Inhalte, runden das Linkgerüst ab. SEO-YAK hilft seinen Kunden ein authentisches und langfristig erfolgreiches Gerüst aus Backlinks aufzubauen!