Analyse

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“ Wer volle Transparenz über die Vorgänge auf seiner Website haben möchte, kommt nicht um Analyse-Tools herum. Wie du dein Ranking checkst und was es über dich verrät, zeigen wir dir hier.

Google-Analytics: wissen was passiert

Bei Google Erster sein ist für SEO Fans sowas wie Gold in Olympia. Viele gehen dabei ihren SEO-Weg von Anfang an über die Analyse Tools, wie die Google Analytics, um so das eigene Websitepotenzial zu messen. Um Dinge besser zu  machen, werden ganze Synonymgalaxien geschaffen, um auf jeden Fall die Keyworddichte zu erhöhen, hoffend auf ein höheres Ranking. Oder es werden komplette Seiten wegen hoher Bouncingrate ausgemistet und dann hängen doch die Mundwinkel nach unten, wenn der erhoffte Umsatz ausbleibt. Wie man ganz ohne Panik an seine Analysewerte ran gehen kann und diese effektiv in Strategien verwandelt ohne das Budget zu verschwenden, zeigen wir dir…

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Die ersten Google-Analytics Ergebnisse zu bekommen, kann einen ähnlich starken Emotionsausbruch auslösen, wie die Ergebnisse einer DNA Analyse, die zeigen, dass wir doch singalesische Wikinger als Vorfahren haben. Surpise, surprise! Einige fallen in Ohnmacht andere sind verdutzt. Andere starten eine wilde Websiterevolution. Nicht jedes Analyse-Ergebnis zeigt uns immer das, was wir im ersten Moment interpretieren würden. Gehen wir mal auf ein paar grundsätzliche Überlegungen ein.

WELCHES Analayse-Produkt bzw. WIE genau soll´s sein?

Wie wichtig ist dir deine Analyse? Hast du sowieso schon den nächsten SEO Kniff in petto und willst dir nur mal einen kleinen Überblick verschaffen oder hängt eine größenwahnsinnige Entscheidung von den Ergebnissen ab?  So unterschiedlich wie dein Interesse sollte dementsprechend auch deine Wahl ausfallen: Die Google-Analytics Gratisversion, die Ergebnisse nur stichprobenartig misst oder eine feingestrickte Filterung nach allen nur erdenklichen Variablen, dank einer bezahlten Version… Stell dir vor, du würdest eine internationale Untersuchung zum Online-Kaufverhalten von Youngsters zwischen 18 und 25 machen und aus Spargründen das nordamerikanische Jungvolk auslassen. Wie aussagekräftig wäre dann deine Studie? So ähnlich – muss nicht, kann aber deine Analyse mit einem Gratisprodukt ausfallen, da hier nur gesampelt, sprich ein Ausschnitt deiner Besuche untersucht wird. Hast du dann dein Produkt gewählt, solltest du wiederum überlegen, ob du dir einen Durchschnittswert anschauen willst, der möglichst viele URLs zusammenfasst? Sozusagen einmal rübergeschmiert… oder verschwimmt dadurch die Aussagekraft über das Potenzial einzelner Seiten? Dann solltest du wichtige URLs lieber einzeln untersuchen.

Welchen WEG geht dein Besucher – „Funnel“ ja oder nein?

Sprich: Wie diktatorisch ist deine Website angelegt bzw. wie festgelegt ist in deinem Kopf der Weg, den ein Besucher auf deinen Seiten theoretisch abgeht. Sollte die Struktur so ausgelegt sein, dass man über eine definitive Einstiegsseite nur auf die folgende Seite kommt und den nächsten Schritt wieder nur über einen einzigen Weg gehen kann? Dann kann ein Funnel-Test Sinn machen. Aber ganz ehrlich, wie realistisch ist das? Ist deine Websitestruktur wirklich eine Einbahnstraße? Manche meinen es gäbe nur einen fein durchdachten Weg zu ihrer Schlossallee, während ihre Website mehr einem Labyrinth gleicht. Solltest du nämlich eine der möglichen (dir nicht bewussten Wege) von einer Seite auf die nächste zu gehen, vergessen, hat dein Besucher den ausgedachten Funnelweg bereits verlassen. Dann könntest du mit diesen Daten nicht mehr viel anfangen. In den meisten Fällen kommt es ja doch anders, als man denkt. Also hier macht funneln wirklich eher Sinn, wenn eine bestimmte Onlineverhalten mehr oder weniger strukturell vorgegeben ist.

SEITENAUFRUFE, EINSTIEGE und AUSSTIEGE und BOUNCE-RATE?

Ganz ruhig. Seitenaufrufe sind lediglich…, na eben „Seitenaufrufe“. Wie oft, hast du aus irgendwelchen sekundären Gründen eine Webseite zwei mal irgendwo offen gehabt. Hm? Hier mal was kopieren, da mal was nachschauen, „ach Mist falscher Browser, nee doch nicht die Seite, oder hä?…“ so oder so ähnlich kann sich ein Durchschnittssurfer im Alltag durch deine Sitestruktur bewegen und das ganz natürlich. Deswegen: Sich übertriebene Ausschläge bei den Seitenaufrufen sehr zu Herzen zu nehmen, ist aus diesem Grund eher ungesund und vor allem weniger relevant für dein Vorgehen.

Das Wort „Einstieg“ klingt nett und bei „Ausstiegen“ gerät gleich wieder unser Nervensystem ins Flattern. Doch wieviel Wert hat diese Information für dich? Je nach Seite macht es Sinn zu analysieren, wie oft diese Seite als Einstieg genutzt wird. Der Ausstieg zeigt lediglich, dass mal jemand igendwann diese Seite verlassen hat. Nachdem er davor vielleicht sogar alles hübsch erledigt hat?! Beispielsweise einen zufriedenstellenden Kauf. Ach, dann macht das ja sogar Sinn! Bei einer Landingpage die mit eindeutigen Call To Action Buttons zu weiteren Aktionen auffordert, ist das natürlich eine Katastrophe, es sei denn die wurde einfach nochmal zum Schluss beäugt, nachdem alle wichtigen Conversations getätigt wurden. Hast nicht du auch schon mal irgendwann eine Seite verlassen? Eine tolle Seite… einfach nur, um mal endlich deinen Brower zu schließen und schlafen zu gehen?

Noch interessanter ist deshalb eher, wie oft jemand deinem Baby auf einmal den Rücken kehrt, nach nur einmaligem Hinschauen, also, wie hoch die Bounce – bzw. Absprungsrate ist. Warum? Weil hier eben einmalige Aufrufe gemessen werden. Logischerweise kann die Absprungsrate somit manchmal mehr aussagen als eine Gegenüberstellung von Einstiegs- und Ausstiegsseiten.

WER empfiehlt dich bzw. WAS verschreckt deinen Besucher?

Beim Thema Bounce-Rate  wird es also schon interessanter. Wie diese gemessen wird, kannst du dir in einem extra Blogeintrag  ansehen. Aber auch hier solltest du dir die Stastitik genau ansehen. Wer ist bei einer hohen Bounce-Rate deine eigentliche Traffic-Quelle? Ist der Besucher direkt von google zu dir reingeschneit oder etwa über einen Affiliate-Partner, bei dem ein User eigentlich was anderes gesucht hat. Also nur ein Versehen! Natürlich kannst du von solchen Besuchen keine hohen Conversations erwarten, solltest aber, wie dieses Beispiel zeigt, die Bounce-Rate solcher Aufrufe, auf Grund von Schleichwerbung auch nicht überbewerten. Wer wird schon gern manipuliert? Solltest du jedoch ein echtes Bouncing-Problem feststellen, dass auf eine unzufriedenstellende Google-Suche hinweist, dann weißt du jetzt, wo du deine Optimierung ansetzen musst.

Nicht zu vergessen ist die Zuordnung aller Ergebnisse zu Tageszeit, Tag und dem Endgerät, dass ein User für deine Website nutzt. Wie verändern sich die Ergebnisse unter der Woche im Vergleich zum Wochenende? Gibt es extreme Abweichungen der Zahlen wenn jemand deine Website in der Mobilversion abruft? Gibt es eventuell etwas, was ihm an der Darstellung nicht passt, wodurch er abspringt? Hier also nochmal genau filtern und vor allem genau hinschauen.

Wir bleiben weiterhin Analytics Fan, motivieren dich dazu, es zu nutzen und unterstützen dich gleichzeitig gern bei der Umsetzung neuer Strategien.