Kevin Systrom und Mike Krieger können sich freuen und bei einem Interview mit ersterem war ihm seine Freude auch deutlich anzumerken. Warum sich beide ganz entspannt in einer Woge von Glück sonnen können? Facebook hat vor kurzem ihren Dienst Instagram gekauft und das für eine Milliarde Dollar. Die beiden Standforfabsolventen zeigen damit, was alles aus einem IT Projekt werden kann, wenn man zur richtigen Zeit die richtigen Ideen hat. Dabei war dem kleinen Unternehmen Instagram die letzten beiden Jahre nicht klar, wie es richtig Geld aus seinem geistigen Eigentum schöpfen können.

Instagram und Facebook – Die Social Media Zukunft sind Bilder

Zuersteinmal aber: Was ist Instagram?

Auf der Plattform kann man Bilder hochladen und diese dann mit Filtern und Effekten verändern. Diese ähneln den von Smartphone-Apps bekannten Bearbeitungsmöglichkeiten von Hipstamatic und Retro Camera. Danach kann man diese auf Facebook und Twitter teilen und so intensivst verbreiten. Allein 30 Millionen Besitzer von iPhones nutzten die App bereits, aber nach der Veröffentlichung der Androidversion kamen so schnell weitere User dazu, dass Zuckerberg wohl großen und eiligen Handlungsbedarf sah. Man wurde sich laut diverser Zeitungsberichte sehr schnell einig und besiegelte den Deal. Trotz immenser Proteste mancher Instagrambenutzer, die jetzt Facebooks Datenkrake auf sich zukommen sehen, hat sich inzwischen die Userzahl der Fotoapp auf circa 40 Millionen erhöht.

Es bleibt natürlich zu fragen, warum Facebook für einen so immensen Betrag eine App kauft, die zwar populär ist, deren Monetarisierung aber noch, wie bereits erwähnt, auf sich warten lässt. Offensichtlich fühlte sich der Social Media Riese durch die rasant wachsende Fangemeinde der App bedroht, denn auch auf Facebook teilen User Bilder und das nicht zu knapp. Nachdem mit Pinterest auch ein anderes soziales Netzwerk in diesem Bereich kürzlich für Furore sorgte, hat Zuckerberg sicherlich seine Chance gewittert. Da mit Google und Twitter gerüchteweise auch andere große Firmen an der App interessiert waren, galt es außerdem anderen zuvorzukommen bei einem Anteilserwerb, der nur eine Frage der Zeit war. Ob andere allerdings bereit gewesen wären, so viel wie der Facebookgründer zu zahlen, ist unklar.

Wie das soziale Netzwerk nun aber mit seinem Einkauf umgehen wird, das ist bisher nicht bekannt. Versichert wurde zwar, dass der Dienst an sich unabhängig von Facebook bleiben soll, aber wie genau sich dieses Versprechen von Herrn Zuckerberg genau gestalten wird, das ist nicht absehbar. Klar ist, dass es gute Gründe gab, bei so vielen hochkarätigen Interessenten derjenige zu sein, der als erster einen Deal klarmachte.