Welcome back!

Hier nun mein zweiter Teil zum Experiment Digitaler Nomade.

Ganz am Anfang, als klar war, dass dieser Trip startet, las ich extrem viel in Blogs nach, die mit dem Thema Digitaler Nomade zu tun haben.

Zum Beispiel:

um nur ein paar zu nennen. Man googelt öfter das Wort “CoWorking Space”, als es dann wirklich Einrichtungen gibt.

Man checkt auf Facebook diverse Gruppen aus (DNX, Digitale Nomaden, etc.). Kleine Bemerkung am Rande: die Gruppen auf Facebook haben mir nicht wirklich viel gebracht. Ich folge diesen zwar, aber mehr als Mitlesen war bei mir nicht. Ich glaube, ich habe insgesamt 3 Fragen gestellt und auf 2 auch Feedback bekommen, das mir aber eher wenig geholfen hat. Du bekommst mehr Infos über die Blogs. Die aber auch extrem gut mit Affiliate Marketing Links gespickt sind. Was nicht unbedingt verwerflich ist, aber ich bin der Meinung, diese Links sollte man auch pflegen.

Letzendlich bin ich über die Website skyscanner.de auf die Suche nach einem Flug gegangen, weil das A und O bei mir war, dass der Trip günstig und minimalistisch sein muss. Deswegen auch nur einen Rucksack. Hier werden euch diverse Billig-Fluglinien angezeigt, die Hin-/Rückflug anbieten und für 280 € – 380 € gibts da schon tolle Teile – aber was ist mit einem flexiblen Rückflug? Ne, ne, das konnte ich nirgendwo finden, auch auf den Airlines-Seiten nicht. Also ab ins nächste Reisebüro und die Infos abgefragt. Aber zum einen konnte die nette Dame dort mir keine günstigeren Preise nennen und zum anderen bzgl. Rückflug sagte sie mir nur, dass das bei den meisten Airlines gar nicht geht und bei anderen das Umbuchen mit 450 € zu Buche schlägt. Nicht schlecht, oder? Also buchte ich mir einen Direct Oneway Flug von München. Und hier fliegt Thai Airlines. Die waren damals die günstigsten für 360 € und ich sag euch eins: Ich hab noch nie so viel zum Essen bekommen in einem Flugzeug wie da. Abendessen, Snack, Frühstück und nochmal irgendwas. Wenn du groß bist, such dir einen Platz am Flur, weil 10,5 Std Flug sind auch für deine Füße, Knie eine Belastung.

Thailand und Einreisen

ist seit 2014 schwieriger geworden und du solltest einen Rückflug oder Weiterreise vorlegen. Da ich ja flexibel sein muss (werde im Januar das zweite Mal Vater und falls irgendwas sein sollte, möchte ich extrem schnell wieder nach Hause fliegen), blieb nur diese Lösung, zumal ich ja noch nicht weiß, wo ich überall hinkomme. Vietnam ist quasi um die Ecke und Bali auch nicht soweit weg. Also blieb noch das Problem mit der Einreise, aber selbst dazu gibt es eine Lösung: flyonward.com. Hier kannst du dir für 9,99 US ein Ticket ordern. Bei mir hat das 15 min gedauert, bis das Ticket im Postfach war. Du bekommst eine richtige Buchungbestätigung von der Airline. Ich habe mir also für den 30.10.2017 einen Flug von Thailand zu einem willkürlichem Ziel gebucht und konnte somit im Flugzeug schon alle Daten in den Visazettel eintragen.

Arrived in Bangkok

Nach 10,5 Std bin ich angekommen, kaum Schlaf. Und dann eine Schlange vor mir, um das Visa zu erhalten. Mein erster Weg ging zu dem Schalter, an dem man eine SIM-Karte holen kann. Nichts ist schlimmer für mich, als nicht online zu sein. Der ganze Spaß kostet mich für 30 Tage und 12 GB Internet 1000 Baht, was umgerechnet ca 26 € sind (4GB reichen völlig).

WOW, dachte ich mir, easy going, also gleich noch eins oben drauf und mit dem Zug zur Unterkunft. Diese habe ich mir mit meinem Kollegen Jockl bereits im Vorfeld ausgesucht. Dazu aber später noch mehr.

Alles noch easy, wenn du aber runter zu den Zügen gehst, merkst du das erste Mal, dass das es ein wenig anders ist 🙂 Und ich sag euch noch was: Google Maps wird dein bester Freund 🙂 Am Schalter waren die extrem nett und durch Google Maps und der Angabe, an welcher Station ich aussteigen wollte, schickten die mich in die richtige Richtung und das ganze hat 45 Baht gekostet.

Bis hierhin alles okay, aber an der Zielstation angekommen und mit dem Bus weiter, das war bei mir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Ich fragte zwar manche Leute nach dem Weg, die mich auch immer lächelnd angesehen haben und mir die Richtung gezeigt haben. Aber ich hab nix gefunden. Ein netter Taxifahrer hielt dann mitten auf der Straße an und fragte mich in einem richtig mies klingenden Thai-Englisch, wo ich denn hinwollte, und pauschal einfach mal 200 Baht aufgerufen hatte. Mir war zu diesem Zeitpunkt einfach alles egal, also fuhr er mich direkt zum Hotel. http://www.khaosan-hotels.com/. Die Unterkunft war gleich neben der bekannten Khao San Road.

Als ich also im Hotel eingecheckt habe und für 2 Std noch kurz ein Nickerchen machte (Vorsicht Wecker stellen), musste ich erstmal duschen und mich dann zwingen, was zu tun. Weil sonst bekommst du den Jetlag nicht aus den Gliedern. Also auf gehts, das Ticket für den Nachtzug nach Chiang Mai am nächsten Tag holen. Hatte ich auch schon von Zuhause gebucht über https://12go.asia/de. Google Maps sagte mir 4,4 km, also ca. 1 Std: alles klar, laufen wir einfach mal los. Und auf dem Weg merkst erst mal, was eigentlich los ist :-). Also wie bereits im Snapchat  (wird nicht mehr von mir aktiv genutzt lieber Instagram oder Twitter) gesagt, stinkt es hier bei den meisten Gullis richtig schön nach Äpfel und Nüssen. Zebrastreifen sind zwar da, aber du möchtest da nicht einfach drüber laufen. Glaubt mir: die fahren dich um. Und jedes Tuk Tuk und jeder Taxifahrer, ob diese nun stehen oder fahren, quatschen dich an. Wirklich jeder. Nach 10,5 Std hab selbst ich da nicht mehr die Lust und Laune aufgebracht, ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Also Methode “Kopfhörer rein und dich einfach taub stellen”. Und weiter nach Google Maps laufen. Phänomenal, was du alles siehst. Essensstände ohne Ende. Elektriker, die auf der Straße Laptops zusammenlöten. Stromverkabelung, die bei uns in Deutschland nicht mal auf Baustellen vorkommt. Seitengassen, wo Katzen auf Käfigen spielen. Ja genau, ich weiß nicht wieso auf Käfigen, aber ich wollte darüber auch nicht weiter nachdenken. Vorbei an den ganzen Essensständen wollte sich bei mir nicht wirklich Hunger einstellen, liegt aber nicht daran, dass ich es abstoßend fand, sondern einfach, weil ich noch pappsatt vom Flug war.

Bangkok – Hauptbahnhof – Hua Lamphong

Bangkok – Bahnhof – Hua Lamphong

Am Bahnhof angekommen und das Ticket geholt, kam mir die Idee, gleich mit dem Taxi zurückzufahren und noch die Tempel anschauen. Also Taxistand und da kommen wieder die Jungs mit ihren 200 Baht. Doch nachdem ich einfach gesagt habe: “No, that’s for me too expensive” ging es auch günstiger. Tipp von mir: sucht ein Taxi mit Taximeter oder ladet euch Uber runter, dann soll’s auch für 40-60 Baht gehen. Der Taxifahrer sagte mir auch gleich, dass es sich heute nicht mehr lohnt, was anzusehen, weil die nur noch 30 min offen haben. Selbstverständlich in einem Englisch, das ich nur durch die Gesten und Wiederholungen ableiten konnte. Im Hotel wieder angekommen, erst mal wieder unter die Dusche, weil als Deutscher bist du so schnell durchgeschwitzt, dass du denkst, du kommst gerade vom Schwimmen. Danach nochmals raus und auf die Khao San Road. “Dennis, musst du dir ansehen” Na ja, ich bin eh nicht der Fan von touristischen Hochburgen, aber na ja, es war schon ok. Aber nicht meins. Mir war das die ganze “angebabbelt werden” einfach nur noch lästig.

  • You need a new suite? I can make it. A sexy man need a suite.
  • Tuk Tuk
  • You’re a lucky man. I can see your future.
  • Thai Massage.

Wobei bei den Damen immer das A extrem lang gezogen wird. Also heißt das THAAAAIIII MAAAAAASSAAAAAGG

Na ja, ich hab mir dann auch was zum Essen geholt an diesem Stand. Bin noch meine Runde zu Ende gelaufen und zurück ins Hotel.

2. Tag Bangkok. Gleiches Spiel, du läufst aus dem Hotel raus. TAXI TAXI – TUK TUK oder Hey, Good Morning, your are a lucky man, i can see it. I see it in your kharma.

BLA BLA BLA Falls Vorwerk mit ihren Staubsaugern mehr Umsatz machen will, sollten die sich die Jungs holen. Glaubt mir, so viele Leute, die auf die Masche reinfallen, das glaubt ihr nicht. Ich hab da sogar schon Handys den Besitzer wechseln sehen, kein Witz. Aber nun ja. Heute war Tag der Tempel, also gleich morgens los gelaufen, damit ich diese auch pünktlich zur Eröffnung sehen kann. Hotel liegt gleich in der Nähe und du läufst ca. 20 min. Und im Park siehst du dann auch die Leute, die nicht das Glück haben, ein Dach über dem Kopf zu haben. Obdachlose, aber hier bettelt dich keiner an. Also zumindest mich nicht. Du siehst die Leute beim Joggen oder Yoga machen und kommst direkt am Großen Palast raus. Der hatte noch geschlossen, also lief ich einfach weiter zum Gold liegenden Buddha. Der hatte zwar noch nicht geöffnet, aber ich konnte mir die Anlagen ansehen. Und wenn da die Mönche beim Beten drin sind, dauert das ganze noch länger :-). Und je näher die Öffnungszeit kommt, desto mehr Chinesen kommen. Eine wahre Invasion. Und das Ding ist dann sowas von am überlaufen, MEGA! Und das zieht sich dann auch beim Großen Palast weiter, so dass ich danach einfach keine Lust mehr hatte noch den Smaragd Buddha anzusehen. Also noch kurz an einem Stand was gegessen und aufs Zimmer und langsam mein Zeug gepackt und mit dem Rucksack wieder zum Bahnhof gelaufen. Dort hatte ich noch gute 2 Std, weil ich einfach zu früh dran war. Mir aber egal, also setzte ich mich schön gemütlich wohin und beobachte Leute, Big Brother in live quasi.

So, ich denke das reicht erst mal wieder. Weil irgendjemand muss diesen Text auch noch Korrekturlesen. Und Thomas dürfte beim letzten Mal schon mit den Augen gerollt haben :-). Das Problem liegt einfach darin, dass meine Gedanken zu schnell sind und somit meine Fingerbewegungen nicht hinterherkommen.

thomas-in-huatulco

Anmerkung von Thomas: ich glaub, ich brauche zum Korrigieren länger, als der zum Schreiben 😉 wie gut, dass ich selbst gerade in Huatulco am Strand arbeite…es leben die Digitalnomaden!!!

Im nächsten Teil schreib ich über Mein Fazit von Bangkok, den Nachtzug und meine Ankunft in Chiang Mai.