Letze Nacht war es dann soweit: Google lancierte ein weiteres Update, das den Algorithmus – auf ein Neues – so verbessern soll, dass er Links von Seiten, die keinen wirklichen Mehrwert haben, abwertet. Content soll weiter und noch mehr King sein, wie man so schön sagt, sprich: Wer besser vorsichtiges und nachhaltiges SEO betreibt und sich lieber von wenigen, aber guten Seiten verlinken lässt, der hat auch nichts vor Google zu befürchten. Und in der Tat wurden Seiten, die ihre Links größtenteils von dort erhalten, wo Linkfarmen, Keywordstuffing und fürchterliche Orthographie vorherrschen, stark abgewertet. Aber auch genug Seiten, die nicht auf den ersten Blick so wirken, dass sie ein Google Penalty zu befürchten haben, sind in ihren Rankings deutlich abgestürzt. Dazu gab es die größten Gewinner und Verlierer, anhand des gern zitierten Sichtbarkeitsindexes von Sistrix, auf dem Blog des gleichnamigen Unternehmens nachzulesen.

Im offiziellen Blog von Google gingen die Kommentare des Suchmaschinenriesens sogar soweit, dass man den Leuten stark dazu riet nur „White Hat SEO“, also in Einklang mit den Richtlinien zu machen, oder sogar gar keine. Im Rahmen von OnPage Optimierung gibt es eigentlich keine besonderen Probleme für IT Experten zu erwarten, solange man Seiten nur deshalb schreibt und mit Inhalten füllt, wenn man damit im Interesse des Nutzers handelt, soweit Google. Wer aber Landing Pages nur zu Rankingzwecken ansammelt und seinen Content nicht ausreichend sinnvoll gestaltet, der muss sich nicht über eine gewisse Penalisierung wundern. Unter den Verlierern des Updates sind auch Seiten, denen man gar nicht zugetraut hätte, dass sie eventuell nicht ganz einwandfreie SEO Methodhen verwendet haben. Da aber vor ein paar Jahren ja auch schon BMW unschön erleben durfte, was es heißt, wenn man Google versucht auszutricksen, sollte klar sein, dass mit dem Algorithmus immer weniger zu spaßen ist.

Man kann aus dem Update einiges lernen. Das ist gerade bei SEO, wo sich die Entwicklungen viel schneller als in vielen anderen Branchen vollziehen, sehr wichtig. Immer muss man mit der Zeit gehen, sozusagen, wobei sich folgendes etabliert hat:

1. Keine Linkfarmen nutzen, keine Links kaufen.

Wer eine dieser Optionen nutzt, der kann davon ausgehen, dass sich Links irgendwo im Netz befinden, die sich auf Dauer nicht positiv auf seine Backlinkstruktur auswirken werden.

2. Unique Content

Auch freistehende Links, von einer Blogroll ab und an, haben womöglich auch ausgedient, jedenfalls ist es immer klüger, wenn Links in einem Fließtext auftauchen und dabei nicht so gesetzt sind, dass sie völlig fehl am Platz wirken. Google hat dazu typische Beispiele in seinem Blog aufgezeigt. Auch Tools, die Texte durchwirbeln und umstellen, sollte man meiden. Wer will, dass sein Content vernünftig rankt, der schreibt wirklich jeden Text von Hand. Dabei darf es durchaus inhaltliche Überschneidungen geben, aber kopieren ist, außer bei einem wirklichen Zitat, viel zu riskant.

3. „Langsam aber nachhaltig“ anstelle von „schnell und stolpern“
Die Zeiten von „wer die meisten Links hat, gewinnt“ sind vorbei. Lieber einmal einen Link weniger, dafür aber auf Seiten, wo es sich lohnt. Qualitativ hochwertige Links werden durch Google immer mehr hervorstechen und immer mehr über rein quantitatives Linkbuilding triumphieren. Auch Abwechslung ist wichtig, sprich: NoFollow Links zählen auch, Social Media darf nicht vergessen werden und hat große Auswirkungen auf Rankings und letztendlich muss man auch etwas Geld in SEM investieren, damit man alles ausreizt, was sich einem an Möglichkeiten bietet.