Der Umgang mit dem Qualitätsfaktor bei Google

Wer im Internet erfolgreich Geld verdienen möchte, der muss in erster Linie über eine Internetseite verfügen, auf der entweder die eigenen Produkte angepriesen und verkauft werden, oder die zur Werbung für Fremdprodukte genutzt wird. Doch egal wie schön und liebevoll eine Internetseite auch gestaltet wurde. Doch auch externe Werbung auf Google, die dann auf die Produkte oder die eigene Internetseite hinweist, ist unerlässlich. Wichtig ist hierbei die Qualität der Werbung. Denn diese entscheidet darüber, ob die Zielgruppe damit optimal angesprochen wird und ob die Werbemaßnahmen auch zu einem Kauf oder einer Nutzung verleiten. Messbar oder überprüfbar ist dies mit dem so genannten Qualitätsfaktor, denn Google aufstellt und der genaue Auskunft über die Qualität und die Aussagefähigkeit der Werbung gibt. Um den Qualitätsfaktor bestmöglich für die eigenen Zwecke nutzen zu können, muss man ihn verstehen und den Umgang mit ihm beherrschen. Hier nun die wichtigsten Aspekte rund um dem Qualitätsfaktor und dessen Auswirkungen.

Was ist der Qualitätsfaktor?

Der Qualitätsfaktor bezeichnet die Wertigkeit eines Keywords. Er kann zwischen 1 und 10 liegen und stellt mit der Bewertung deren Qualität dar. Er wird immer dann neu berechnet, wenn die selbst geschalteten Anzeigen an einer Anzeigenauktion teilnehmen. Mitunter kann dies mehrmals pro Tag geschehen. Jedoch bekommt man als Inhaber der Anzeigen nicht permanent den neu ermittelten Qualitätsfaktor angezeigt. Vielmehr ist es so, dass ein Durchschnittswert aus allen Beurteilungen angezeigt wird.

Die Berechnung des Qualitätsfaktors

Berechnet wird der Qualitätsfaktor immer dann, wenn durch die Suche eines Internetnutzers die geschaltete Anzeige angezeigt wird. Um die Berechnung so aussagekräftig wie nur möglich gestalten zu können, zeiht Google viele Aspekte in die Berechnung ein. Hierzu gehören unter anderem:

  1. Die Klickrate der Keywords: Wie oft wurden diese eingegeben und wie oft fand der Interessent daraufhin die Werbung?
  2. Die Klickrate der Internetadresse: Wie oft wurde durch die Werbung auf die Internetseite geklickt?
  3. Das Kontoprotokoll: Wie hoch ist die gesamte Klickrate aller geschalteten Anzeigen?
  4. Die Qualität der Internetseite: Wie hochwertig ist die verlinkte Internetseite? Ist sie transparent und benutzerfreundlich gestaltet? Entspricht sie der Werbung?
  5. Die Keywordrelevanz: Wie präzise und somit auch aussagekräftig ist das Keyword für die Werbung?
  6. Die Suchrelevanz des Keywords: Wie oft wurde das Keyword über die Suchanfrage gesucht? Ist das Keyword für Kunden geläufig?
  7. Die Leistung nach Zielregion: Wie erfolgreich ist die Anzeige und somit auch die Internetseite in der Zielregion?

Dies sollen nur einige Beispiele für die Bewertungsrichtlinien sein, die in den Qualitätsfaktor einfließen und diesen maßgeblich beeinflussen.

Die Auswirkungen des Qualitätsfaktors auf den Erfolg

Da der Qualitätsfaktor immer dann neu berechnet wird, wenn ein Interessent nach dem hinterlegten Keyword sucht, verwendet Google den daraus resultierenden Wert mehrfach weiter. Diese Weiterverwendung wirkt sich auf unterschiedliche Art und Weise auf das Konto aus.

  1. Je höher der Qualitätsfaktor, desto höher auch die Chance zur Teilnahme an einer Anzeigenauktion, die niedrige Kosten verspricht.
  2. Je höher der Qualitätsfaktor ausfällt, umso geringer sind die Kosten, die pro Klick für den Anzeigeninhaber anfallen. Google will dadurch die Qualität der Anzeigen erhöhen.
  3. Je höher der Qualitätsfaktor ausfällt, umso höher auch die Chance, dass die Anzeige auf der ersten Seite der Suchanfrage gelistet wird. Qualität wird von Google belohnt. Und nicht nur die erste Seite kann erreicht werden. Auch hier richtet sich die Platzierung nach der Qualität der Anzeigen.

Die Qualität der Anzeigen mit Hilfe des Qualitätsfaktors verbessern

In der Regel ist es so, dass bei Google die Anzeigen am besten gelistet werden, die für den Interessenten den höchsten Mehrwert und somit auch die höchstmögliche Relevanz haben. Sucht man also im Web nach einem bestimmten Artikel und gibt diesen als Keyword ein, so werden die Anzeigen zuerst gelistet, die genau dieses Keyword enthalten.

Deshalb ist es für den Anzeigenschalter sehr wichtig, genauestens zu wissen, was die potenziellen Kunden suchen und wünschen. Denn dementsprechend sollten die Keywords ausgelegt sein. Doch nicht nur die Anzeige sollte perfekt gestaltet sein. Auch die Zielseite muss den Keywords entsprechen. Wer beispielsweise einen Fernseher bewirbt, darf auf der Zielseite keine Versicherungen verkaufen. Um hier besonders gut in der Bewerbung durch Google abzuschneiden, sollte man einige Tipps beachten:

  1. Spezifische Anzeigengruppen erstellen: Bewirbt man mehrere Produkte aus unterschiedlichen Kategorien, so lohnt es sich, auch unterschiedliche Anzeigengruppen zu erstellen. Die potenziellen Kunden suchen nach bestimmten Dingen, wie beispielsweise einen Fernseher und nicht nach elektronischen Geräten.
  2. Die Keywords sorgfältig auswählen: Die Keywords für die Anzeige sollten immer sehr genau und zielgerichtet sein. Um diese auszuwählen, muss man sich in den Kunden hineinversetzen und überlegen, wonach dieser suchen könnte. Wie könnte sein Suchbegriff aussehen und welche Abwandlungen des Suchbegriffes gibt es?
  3. Keywords auch im Anzeigentext einbauen: Die Suche gestaltet sich effektiver, wenn man die Keywords im Anzeigentext und möglichst auch in der Überschrift platziert.
  4. Speziell und ansprechend: Eine Anzeige ist nur dann interessant, wenn sie ansprechend gestaltet wurde und auf einfache Art und Weise erklärt, was beworben und somit angeboten wird.
  5. Den Kunden zum Handeln animieren: Wer nur informiert, muss sich nicht wundern, wenn sich nichts tut. Viel wichtiger ist es, dass der Kunde in der Anzeige aufgefordert wird, zu handeln. Textbausteine wie „Bestellen Sie“, „Probieren Sie“ oder „Verkaufen Sie“ sollten daher nicht fehlen.
  6. Mehrere Varianten von Anzeigen testen: Jeder Kunde hat einen anderen Geschmack. Deshalb sollte man immer mit mehreren Anzeigen arbeiten, um dadurch eine möglichst breite Kundschaft ansprechen zu können.
  7. Regelmäßig den Inhalt und die Qualität der Anzeige überprüfen: Nur aktuelle Anzeigen und Kampagnen lohnen bringen den erwünschten Umsatz. Ändert sich das Angebot, so muss auch schnellstmöglich die Anzeige angepasst werden. Eine regelmäßige Überprüfung ist daher unerlässlich.

Der Qualitätsfaktor ist keine Zauberei

Auch wenn der Qualitätsfaktor auf den ersten Blick vielleicht etwas kompliziert und umfangreich wirken sollte, so ist er ein sehr wichtiges Instrument bei der Anzeigenschaltung, das nicht nur Google dabei hilft, interessante und aussagekräftige Anzeigen an vorderster Front zu listen, sondern auch dem Inhaber der Anzeigen viel Nützliches bringt. Denn durch den Qualitätsfaktor ist es ihm möglich, die Anzeigen so zu gestalten, dass sie dem Kunden einen Nutzen bieten, dass sie mit perfekt ausgewählten Keywords ausgestattet sind und das dadurch der Umsatz gesteigert wird.